Raspberry Pi gegen Intel: Geschwindigkeitsvergleich

Wie jedes aktuelle Handy kann auch der Raspberry Pi HD-Videos in 1080p wiedergeben. Thorstens Desktop auf Core2Duo-Basis schafft das nicht. Der Vergleich hinkt aber, da der Pi speziell darauf optimiert wurde.

Wir wollen ein Gefuehl fuer die „echte“ Geschwindigkeit kriegen und messen den Pi mit allen Intel-Prozessoren, die sich im Haus finden. Dazu komprimieren wir zwoelf Musiktitel eines Albums in das MP3-Format und messen die Bearbeitungszeit. Es kommen 32- und 64-Bit Systeme zum Einsatz, die auf 3.x Linux-Kerneln laufen. Zur Kompression wird Lame 3.99.5 mit dem Qualitaetseinstellung „-V0“ (quality: extreme) verwendet.

  • Intel Core2Duo E6600 (2,40 GHz, Kernel 3.4, 64 Bit): 3:27 Minuten
  • Intel Core i5 2537M (1,40 GHz, Kernel 3.5, 64 Bit): 1:44 Minuten
  • Intel Atom N270 (1,60 GHz, Kernel 3.5, 32 Bit): 10:11 Minuten
  • (Update vom 21. Juni 2014) Intel Core i7 4790 (3.6 GHz, Kernel 3.14, 64 Bit): 0:53 Minuten
  • Raspberry Pi ARMv6 1176 (700 MHz, Kernel 3.2, 32 Bit): 29:28 Minuten
  • Raspberry Pi ARMv6, uebertaktet auf 900 MHz: 26:31 Minuten

Der Pi laesst sich auch auf 1000 MHz uebertakten, dazu muss allerdings auch die Stromversorgung mitspielen. Da wir den Pi an einem billigen Handyladegeraet betreiben, ist bei 900 MHz momentan Schluss.

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Über hehnblog

Vera und Thorsten Hehn gehen fuer 18 Monate in die USA. Hier erzaehlen wir von unseren Erlebnissen.
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4 Antworten zu Raspberry Pi gegen Intel: Geschwindigkeitsvergleich

  1. SvH schreibt:

    Hehe.. klar – bei so einer reinen „Number Crunching“-Aufgabe wie das Komprimieren eines MP3s, da kacken die ARM-Geräte noch ab. Interessant wäre mal, die Leistungsaufnahme bei der Operation gegen die Dauer aufzurechnen – also quasi die benötige (Arbeits)Leistung per Titel aufzuzeigen. Da sollte der Pi ziemlich gut liegen…

    Interessant ist, dass die Dekodierung von H.264 und Co. auf dem Ding so gut geht, da es halt die entsprechenden HW-Einheiten mitbringt. Da tun sich die Intels ja noch ein wenig schwer, da gehen zwar meist die Film-Formate, aber Audio hüpft gerne mal auf die CPU!

    • hehnblog schreibt:

      Das wuerde mich auch interessieren, insbesondere im Vergleich gegen den Atom. Auch wenn hier beide gleichauf liegen wuerden, ist die ARM Architektur interessant, da sie in den idle-Zeiten Intel einfach voraus ist.

      Ich hab gestern mal x264 auf dem Mplayer ohne HW-Beschleunigung probiert. Da gibt’s bei 720p alle drei Sekunden ein Bild. 🙂

      • SvH schreibt:

        Hehe… ja, HW-Decoding ist einfach unschlagbar. 🙂

        Den ARM/Intel-Vergleich würde ich so fast schon unterschreiben – allerdings denke ich mal, dass der ARM11 des Pi dann auch schon gegen einen recht aktuellen Atom noch gut dastehen dürfte.

      • hehnblog schreibt:

        Jepp, das glaub ich auch. Weiste was cool waer? Ein Board mit ARM (z.B. ARMv8) und einem Intel-Chip drauf. Im Idle-Modus laeuft nur der ARM und fuer lastintensive Aufgaben gibt’s eine virtuelle Maschine, die dann auf der Intel CPU laeuft. In einer fortgeschrittenen Stufe koennte man bei jedem Prozess waehlen, auf welcher CPU er laufen soll. Dafuer wuerde ich gerne 50 Dollar oben drauf legen.
        Fuer Grafikkarten hat Intel das ja gemacht um IN den Markt zu kommen…daher muesste das jetzt dann ARM machen.

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