Warum der Schwede so gut englisch kann…

Es ist immer wieder erstaunlich, Skandinavier englisch sprechen zu hoeren. Die Aussprache klingt deutlich runder und auch das Hoerverstaendnis ist viel besser als bei uns Deutschen. Diesen Vorteil bemerken wir, obwohl wir hier „in Uebung“ sind — und auch die amerikanischen Kollegen bestaetigen, dass die Skandinavier im allgemeinen besser englisch sprechen.

Das Fernsehen ist daran massgeblich beteiligt. Da die Maerkte klein sind, werden in Skandinavien nur Kindersendungen synchronisiert. Danach gibt’s stets Originalton mit Untertitel. Wer die Simpsons oder Stirb Langsam sehen moechte, bekommt die englische Fassung zu hoeren. Man lernt von Bruce Willis dann eben nicht „Yippie-Yah-Yei Schweinebacke“ sondern „Yippie-Kai-Yay Motherf*cker“. Waehrend beide Versionen einen in der Schule nicht weiterbringen, trainiert Letzteres immerhin das Hoerverstaendnis.

Die deutschen Synchronfassungen wirken auf den ersten Blick wie ein toller Service, werden spaeter in der Arbeitswelt aber zum Nachteil. Das fast akzentfreie Englisch, das wir in Norwegen oder Schweden gehoert haben, ist schon beneidenswert.

Optische Medien und das Internet haben auch in Deutschland einiges veraendert. Serienjunkies beziehen neue Folgen ihrer Lieblingsserie gerne ueber Blu-Ray oder Onlinemaerkte. Das loest die Sprachbarriere und man hat die neue Folge frueher. Hat man einmal die authentischen Originalstimmen gehoert, ist der Umstieg zurueck auf die Synchronfassung meist schwer.

Jetzt zieht in Deutschland auch das Fernsehen nach. Der neue Sender „ProSieben Maxx“ startet am 3. September und wird ausgewaehlte Serien ausschliesslich in Englisch mit Untertiteln zeigen. Bravo, ProSieben! Das ist ein sehr mutiger Schritt, denn das gab’s im deutschen Fernsehen noch nicht. Wir wuenschen viel Erfolg beim Sendestart.

Quelle: Interview mit Rene Carl von ProSieben Maxx.

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Über hehnblog

Vera und Thorsten Hehn gehen fuer 18 Monate in die USA. Hier erzaehlen wir von unseren Erlebnissen.
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