Und so endet es…

Etwas frueher als erwartet und im Rahmen eines wahren Blitzumzugs ziehen wir von Detroit zurueck nach Wolfsburg um. Und das tun wir mit genau so viel Freude, wie damals, als das grosse Abenteuer USA begann.

Wir bedanken uns fuer die tolle Zeit. Wir haben viel von den USA gesehen, das Land und die Leute etwas besser kennengelernt, und auch einige Abstecher nach Kanada gemacht. Wir haben gelernt, dass vieles anders, aber nicht alles besser ist. Wir koennen die soziale Marktwirtschaft jetzt schaetzen und zahlen nun gerne GEZ-Gebuehren, da wir Fox News erleben durften.

Wir bedanken ganz besonders bei Andrew, Tigran, Mike, Barbara, Samantha, Austin & Camilla, Virendra & Olya, Radovan & Tereza, Lorena, Jill und Nicole. Und bei Liz und Laura fuer die vielen Parties in Ann Arbor.

Zurueck in Wolfsburg

Die Rueckkehr nach Deutschland und Wolfsburg ist eine interessante emotionale Erfahrung. Alles ist ganz vertraut, aber doch neu. Ich (Thorsten) fahre durch Wolfsburg. Ich kenn die Strecken genau und dann verfahr ich mich aber doch. Alles ist so wie es war, aber eben doch ein bisschen anders. Am Bahnhof faehrt gerade der ICE nach Berlin los — was sich dort wohl alles veraendert hat? Ich koennte einsteigen und mitfahren, einfach so. Die Oeffentlichen sind schon was tolles.

Ein Streifzug durch die Laeden. Weisse Duplos haben die jetzt. Und auch die schlechten Chips von Lay’s, die ich bei Costco im Zehn-Kilo-Sack bekam. Da nehm ich demonstrativ mal eine kleine Tuete Chio Chips mit. Milka bewirbt ein gemeinsames Produkt mit Chips Ahoy. Brauchen wir sowas? Am Telefon erzaehlt mir Pue, dass es weisse Ferrero Kuesschen gibt – sowas brauchen wir. „Das ist ja eine Riesensauerei!“ sagt der Kunde neben mir – die Sosse im Angebot gibt’s nicht mehr. In der Baeckerei ist die Verkaeuferin ueberhaupt nicht freundlich zu mir. Das freut mich, denn gespielte Freundlichkeit nervt mich momentan.

Abends brauch ich unbedingt Internet. Ich stelle mich auf den Parkplatz bei McDonald’s, lade die benoetigten Dateien herunter und fahr dann einen Doener essen. Drei Doenerstaende hat Wolfsburg jetzt, aber ich nehm erstmal den Stammdoener. Es stuermt so richtig, als ich danach durch’s Wohngebiet Rabenberg fahre. Aber alle haben Strom. Und sogar genug, um Weihnachtsbeleuchtung ins Fenster zu stellen. Ich tanke bei Shell mein Auto auf und frage mich an der Kasse, ob ich aus Versehen mehrere Autos betankt habe. Wer auf guten Strassen fahren will muss eben auch bezahlen.

Der Sprachgebrauch scheint sich auch veraendert zu haben. Bitten werden jetzt immer als „Magst Du mal …?“ formuliert. Magst Du mal Deine Bezahlkarte hier auflegen? Magst Du mir was aus der Kantine mitbringen? Magst Du mal meine Waschmaschine in den achten Stock tragen? Das mag doch eigentlich keiner, oder?

Am Kiosk: Special Interest ist ganz gross geworden. Die c’t hat mehr Sonderhefte als Seiten im Stammmagazin und auch die Geo hat bald genug Hefte fuer einen eigenen Laden. Ich finde tolle Hefte und geh erstmal Schmoekern. Und dann kommen ja auch bald Vera und Melina.

Wir sind wieder hier.

Wir sind wieder hier.

An dieser Stelle endet dieser Blog. Wir danken allen, die uns auf dieser tollen Reise begleitet haben. Und wir bedanken uns fuer die schoenen Kommentare und witzigen Beitraege. Es hat viel Spass gemacht.

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Über hehnblog

Vera und Thorsten Hehn gehen fuer 18 Monate in die USA. Hier erzaehlen wir von unseren Erlebnissen.
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